Die Steiermark impft

Impfstoffe

Impfstoff von Pfizer/BioNTech

  • Bedingte Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde: 21. Dezember 2020
  • mRNA-Impfstoff
  • Impfstoff zeigt eine Effektivität von 95 Prozent in der Verhinderung von Covid-19-Erkrankungen mit Symptomen
  • Impfstoff wird in Österreich bereits verimpft
  • Besonderheiten: Muss bei -70°C versendet und gelagert werden. Ist bei normaler Kühlschranktemperatur fünf Tage lang haltbar.

Impfstoff von Moderna

  • Bedingte Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde: 6. Jänner 2021
  • mRNA-Impfstoff
  • Impfstoff zeigt eine Effektivität von 94,1 Prozent in der Verhinderung von Covid-19-Erkrankungen inklusive schwerer Verlaufsformen
  • Erste Dosen des Impfstoffs wurden bereits nach Österreich geliefert, die Verimpfung startet in Kürze
  • Besonderheiten: Ist bei normalen Kühlschranktemperaturen 30 Tage lang stabil. Kann bis zu sechs Monate bei -20°C gelagert werden.

Impfstoff von AstraZeneca

  • Zulassung erfolgte am 29.1.2021
  • Vektor-Impfstoff
  • Impfstoff zeigt eine Effektivität von ca. 70 Prozent in der Verhinderung von Covid-19-Erkrankungen
  • Besonderheiten: Kann bei Kühlschranktemperatur von 2°C bis 8°C transportiert und aufbewahrt werden.

Impfstoff von CureVac

  • Impfstoff befindet sich in Phase III der klinischen Prüfungen
  • mRNA-Impfstoff

Impfstoff von Johnson & Johnson

  • Impfstoff befindet sich in Phase III der klinischen Prüfungen
  • Vektor-Impfstoff

Impfstoff von Sanofi-GSK

  • Impfstoff befindet sich in Phase I/II der klinischen Prüfungen
  • Protein-basierter Impfstoff

Wie funktionieren mRNA-Impfstoffe?

Im Falle von mRNA-Impfstoffen wird den menschlichen Körperzellen der Bauplan (in Form der so genannten „messenger RNA") für Virusproteine zur Verfügung gestellt. Diese Information wird in den Zellen ausgelesen und das codierte Protein produziert. Das ist ein Prozess, der in Körperzellen ununterbrochen abläuft, um die für die Zelle nötigen Proteine herzustellen. So kann beispielsweise das Spike-Protein des Covonavirus, SARS-CoV-2, von den menschlichen Zellen selbst produziert werden. Da es ein für die Zelle unbrauchbares, fremdes Protein darstellt, wird es an die Zelloberfläche transportiert und dort mithilfe bestimmter Immunkomplexproteine präsentiert. Das wird von speziellen Immunzellen erkannt und regt in der Folge das Immunsystem dazu an, Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu produzieren und spezifische, gegen Teile dieses fremden Proteins gerichtete T-Zellen zu generieren.

Wie auch alle anderen Impfungen bringt also auch eine mRNA-Impfung einen Erreger bzw. einen Teil davon in den menschlichen Körper, sodass das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern angeregt wird. Unterschiedlich ist dabei, wie Erreger(-bestandteile) in den Körper transportiert werden: während diese bei anderen Impfstofftechnologien direkt verabreicht werden, wird mit mRNA-Impfungen nur der Bauplan verabreicht, so dass die menschlichen Zellen die Erreger(-bestandteile) selbst produzieren.

Die mRNA, die über den Impfstoff verabreicht wurde, wird nach kurzer Zeit von den Zellen abgebaut. Sie wird nicht in DNA (den Träger der Erbinformation) eingebaut und hat keinen Einfluss auf die menschliche Erbinformation, weder in Körperzellen noch in Fortpflanzungszellen. Nach dem Abbau der mRNA findet keine weitere Produktion des Virusproteins statt.

Wie funktionieren Vektorimpfstoffe?

Vektorimpfstoffe beruhen auf dem Prinzip, ein für den Menschen zwar infektionsfähiges, aber völlig harmloses Virus so umzubauen, dass es zwar seine harmlosen Eigenschaften nicht verliert, aber für das Immunsystem so aussieht, als wäre es ein völlig anderer Erreger, eben ein SARS-CoV-2 Virus. Vereinfacht gesagt: Es sieht für das Immunsystem aus wie ein „Schaf im Wolfspelz": Das Immunsystem reagiert auf dieses Vektorvirus als wäre es ein SARS-CoV-2 Virus, aber mit dem Unterschied, dass Krankheitsfolgen ausbleiben. Das Spike-Protein des SARS-CoV-2 Virus wird von der Zelle selbst produziert und anschließend auf der Zelloberfläche dem Immunsystem präsentiert, sodass gegen dieses Protein Antikörper und T-Zellen gebildet werden, die in weiterer Folge vor der Erkrankung schützen sollen. Die COVID-19-Vektorimpfstoffkandidaten enthalten ungefährliche, gut untersuchte Trägerviren, die durch das menschliche Immunsystem kontrolliert und eliminiert werden. Bei den nicht-replizierenden vektorbasierten Impfstoffen werden die als Vektor verwendeten Viren gentechnologisch so verändert, dass sie sich nicht weiter in der Wirtszelle vermehren können, sondern lediglich als Transportmittel für den genetischen Bauplan der Oberflächenproteine des zu bekämpfenden Virus dienen.

Weitere Informationen zu den Impfstoffen und Ihrer Wirkungsweise finden Sie unter Externe Verknüpfung Corona-Schutzimpfung. Außerdem steht die Bundes-Hotline 0800 555 621 rund um die Uhr für Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe zur Verfügung.

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).