Impfstoffe

Impfstoff von BioNTech/Pfizer

Ursprünglicher Impfstoff

Variantenimpfstoff BA.1  |  BA.4/5

Kinderimpfstoff

  • mRNA-Impfstoff
  • Ab 5 Jahren zugelassen
  • Erste Impfserie (Erste und zweite Impfung in einem empfohlenen Abstand von 21 Tagen)
  • Dritte Impfung ab 6 Monaten nach Abschluss der ersten Impfserie

Impfstoff von Moderna

Ursprünglicher Impfstoff

Variantenimpfstoff BA.1

Impfstoff von Valneva

  • Ganzvirus-Totimpfstoff
  • Zugelassen für Personen von 18 bis 50 Jahren
  • Zweite Impfung: 4 Wochen nach der 1. Impfung
  • Dritte Impfung: Wie bei den anderen Impfstoffen wird davon ausgegangen, dass nach den ersten beiden Impfungen eine weitere Impfung zum Abschluss der Grundimmunisierung notwendig sein wird

Impfstoff von Johnson & Johnson (nur in den Impfordinationen)

  • Vektor-Impfstoff
  • Zugelassen ab 18 Jahren
  • Zweite Impfung: Wird 28 Tage nach der ersten Impfung verabreicht. Verwendet wird dafür ein mRNA-Impfstoff

Impfstoff von Novavax (derzeit nicht erhältlich)

Impfstoff von AstraZeneca (derzeit nicht erhältlich)

Im Falle von mRNA-Impfstoffen wird den menschlichen Körperzellen der Bauplan (in Form der so genannten „messenger RNA") für Virusproteine zur Verfügung gestellt. Diese Information wird in den Zellen ausgelesen und das codierte Protein produziert. Das ist ein Prozess, der in Körperzellen ununterbrochen abläuft, um die für die Zelle nötigen Proteine herzustellen. So kann beispielsweise das Spike-Protein des Covonavirus, SARS-CoV-2, von den menschlichen Zellen selbst produziert werden. Da es ein für die Zelle unbrauchbares, fremdes Protein darstellt, wird es an die Zelloberfläche transportiert und dort mithilfe bestimmter Immunkomplexproteine präsentiert. Das wird von speziellen Immunzellen erkannt und regt in der Folge das Immunsystem dazu an, Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu produzieren und spezifische, gegen Teile dieses fremden Proteins gerichtete T-Zellen zu generieren.

Wie auch alle anderen Impfungen bringt also auch eine mRNA-Impfung einen Erreger bzw. einen Teil davon in den menschlichen Körper, sodass das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern angeregt wird. Unterschiedlich ist dabei, wie Erreger(-bestandteile) in den Körper transportiert werden: während diese bei anderen Impfstofftechnologien direkt verabreicht werden, wird mit mRNA-Impfungen nur der Bauplan verabreicht, so dass die menschlichen Zellen die Erreger(-bestandteile) selbst produzieren.

Die mRNA, die über den Impfstoff verabreicht wurde, wird nach kurzer Zeit von den Zellen abgebaut. Sie wird nicht in DNA (den Träger der Erbinformation) eingebaut und hat keinen Einfluss auf die menschliche Erbinformation, weder in Körperzellen noch in Fortpflanzungszellen. Nach dem Abbau der mRNA findet keine weitere Produktion des Virusproteins statt.

Vektorimpfstoffe beruhen auf dem Prinzip, ein für den Menschen zwar infektionsfähiges, aber völlig harmloses Virus so umzubauen, dass es zwar seine harmlosen Eigenschaften nicht verliert, aber für das Immunsystem so aussieht, als wäre es ein völlig anderer Erreger, eben ein SARS-CoV-2 Virus. Vereinfacht gesagt: Es sieht für das Immunsystem aus wie ein „Schaf im Wolfspelz": Das Immunsystem reagiert auf dieses Vektorvirus als wäre es ein SARS-CoV-2 Virus, aber mit dem Unterschied, dass Krankheitsfolgen ausbleiben. Das Spike-Protein des SARS-CoV-2 Virus wird von der Zelle selbst produziert und anschließend auf der Zelloberfläche dem Immunsystem präsentiert, sodass gegen dieses Protein Antikörper und T-Zellen gebildet werden, die in weiterer Folge vor der Erkrankung schützen sollen. Die COVID-19-Vektorimpfstoffkandidaten enthalten ungefährliche, gut untersuchte Trägerviren, die durch das menschliche Immunsystem kontrolliert und eliminiert werden. Bei den nicht-replizierenden vektorbasierten Impfstoffen werden die als Vektor verwendeten Viren gentechnologisch so verändert, dass sie sich nicht weiter in der Wirtszelle vermehren können, sondern lediglich als Transportmittel für den genetischen Bauplan der Oberflächenproteine des zu bekämpfenden Virus dienen.

Weitere Informationen zu den Impfstoffen und Ihrer Wirkungsweise finden Sie unter  Corona-Schutzimpfung. Außerdem steht die Bundes-Hotline 0800 555 621 rund um die Uhr für Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe zur Verfügung.

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