Impfstoffe

Überblick Impfstoff-Empfehlungen

Überblick über die Impfstoff-Empfehlungen
© Land Steiermark

Alle Impfempfehlungen für Österreich werden in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Impfgremium erstellt. Die Anwendungsempfehlungen für die Corona-Schutzimpfung sind  hier auf der Homepage des Sozialministeriums im Bereich Fachinformationen abrufbar.

BioNTech/Pfizer

Ursprünglicher Impfstoff

  • mRNA-Impfstoff
  • Ab 5 Jahren zugelassen (bzw. ab 0,5 Jahren in einer speziellen (Klein)kinder-Formulierung - Details dazu  hier)
  • Erste Impfserie: Erste und zweite Impfung in einem empfohlenen Abstand von 21 Tagen
  • Dritte Impfung: Ab 6 Monaten nach der ersten Impfserie, für Kleinkinder wird ein Abstand von mindestens acht Wochen empfohlen

Variantenimpfstoff BA.4/5

  • mRNA-Impfstoff
  • Ab 12 Jahren zugelassen (bzw. von 5 bis 11 Jahren in einer speziellen Kinder-Formulierung - Details dazu  hier)
  • Dritte Impfung: Ab 6 Monaten nach der ersten Impfserie.
  • Auffrischungsimpfung:  Hier finden Sie alle Informationen zur Auffrischungsimpfung. Für Kinder bis 11 Jahren gibt es derzeit noch keine Empfehlung für eine Auffrischungsimpfung

Moderna

Ursprünglicher Impfstoff

Variantenimpfstoff BA.4/5

Valneva

  • Ganzvirus-Totimpfstoff
  • Zugelassen für Personen von 18 bis 50 Jahren
  • Zweite Impfung: 4 Wochen nach der 1. Impfung

Sanofi

Novavax (nur in den Impfordinationen)

  • Proteinimpfstoff
  • Zugelassen für Personen ab 12 Jahren (1. und 2. Impfung), beziehungsweise ab 18 Jahren (3. Impfung)
  • Zweite Impfung: empfohlen 21 Tage nach der 1. Impfung (16 - 45 Tage möglich)
  • Dritte Impfung:  Hier finden Sie alle Informationen zur dritten Impfung

Im Falle von mRNA-Impfstoffen wird den menschlichen Körperzellen der Bauplan (in Form der so genannten „messenger RNA") für Virusproteine zur Verfügung gestellt. Diese Information wird in den Zellen ausgelesen und das codierte Protein produziert. Das ist ein Prozess, der in Körperzellen ununterbrochen abläuft, um die für die Zelle nötigen Proteine herzustellen. So kann beispielsweise das Spike-Protein des Covonavirus, SARS-CoV-2, von den menschlichen Zellen selbst produziert werden. Da es ein für die Zelle unbrauchbares, fremdes Protein darstellt, wird es an die Zelloberfläche transportiert und dort mithilfe bestimmter Immunkomplexproteine präsentiert. Das wird von speziellen Immunzellen erkannt und regt in der Folge das Immunsystem dazu an, Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu produzieren und spezifische, gegen Teile dieses fremden Proteins gerichtete T-Zellen zu generieren.

Wie auch alle anderen Impfungen bringt also auch eine mRNA-Impfung einen Erreger bzw. einen Teil davon in den menschlichen Körper, sodass das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern angeregt wird. Unterschiedlich ist dabei, wie Erreger(-bestandteile) in den Körper transportiert werden: während diese bei anderen Impfstofftechnologien direkt verabreicht werden, wird mit mRNA-Impfungen nur der Bauplan verabreicht, so dass die menschlichen Zellen die Erreger(-bestandteile) selbst produzieren.

Die mRNA, die über den Impfstoff verabreicht wurde, wird nach kurzer Zeit von den Zellen abgebaut. Sie wird nicht in DNA (den Träger der Erbinformation) eingebaut und hat keinen Einfluss auf die menschliche Erbinformation, weder in Körperzellen noch in Fortpflanzungszellen. Nach dem Abbau der mRNA findet keine weitere Produktion des Virusproteins statt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu den Impfstoffen und Ihrer Wirkungsweise finden Sie unter  Corona-Schutzimpfung. Außerdem steht die Bundes-Hotline 0800 555 621 rund um die Uhr für Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe zur Verfügung.

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