Die Steiermark impft

Mögliche Impfeinschränkungen, Nebenwirkungen

Kann ich trotzdem geimpft werden, auch wenn ich bereits eine Corona-Infektion hatte?

Ja. Es wird davon ausgegangen, dass die Impfung gleich gut vertragen wird, unabhängig davon, ob eine Person bereits eine Corona-Infektion hatte. Da aktuell nicht ausreichend bekannt ist, ob und wie lange nach einer durchgemachten Corona-Infektion Immunität und damit Schutz vor einer neuerlichen Infektion besteht, wird empfohlen, allen Personen eine Impfung anzubieten, auch wenn bereits eine Infektion durchgemacht wurde. In diesen Fällen ist damit zu rechnen, dass es zu einer Auffrischung der vorbestehenden Immunität und damit zu einer Schutzverlängerung kommt.

Darf ich mich impfen lassen, wenn ich Allergiker bin?

Personen mit bekannten und häufigen Allergien, wie beispielsweise Allergien gegen Pollen oder Hausstaub, können und sollen geimpft werden. Sie sollten jedenfalls Ihre behandelnde Ärztin/Ihren behandelnden Arzt umfassend auf eventuelle Allergien hinweisen (Allergieausweis mitnehmen). Eine Impfung wird in den meisten Fällen möglich sein, nur Polyallergiker mit teils unbekannten Allergieauslösern oder Personen, die schon einmal auf Impfstoffe mit einer Sofortallergie reagiert haben, sollten nicht geimpft werden. Die Information zu möglichen Allergenen enthält die Fachinformation (Zusammensetzung) des entsprechenden Impfstoffes. Bei Impfung von Allergikerinnen und Allergikern soll die Nachbeobachtungszeit jedenfalls bis zu 30 Minuten verlängert werden..

Darf ich mich impfen lassen, wenn ich eine Autoimmunerkrankung habe?

Die bisher verfügbaren Impfstoffe gegen Covid-19 sind nur teilweise bei Personen mit einer Autoimmunerkrankung untersucht. Jedenfalls liegen Daten und Erfahrungen zu folgenden Erkrankungen vor:

  • HIV (unter Therapie und mit CD4>500)
  • stabilen Autoimmunerkrankungen
  • Krebserkrankungen (ohne laufende oder kürzlich Chemotherapie)
  • Diabetes mellitus
  • kardiovaskulären und chronischen pulmonalen Erkrankungen

In all diesen Fällen wurden keine Auffälligkeiten bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit verzeichnet. Zu allen übrigen Krankheitsbildern gibt es noch keine Daten, weshalb jedenfalls eine Konsultation durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt durchgeführt werden sollte. (Stand 01.01.2021)

Ich bin schwanger. Soll ich mich impfen lassen?

Für Schwangere wurde eine eigene Rubrik im Anmeldetool eröffnet, da das Nationale Impfgremium die Impfung von Schwangeren ab dem 2. Drittel der Schwangerschaft (ab der 13. Schwangerschaftswoche) nunmehr empfiehlt. 

Können Nebenwirkungen auftreten?

Nebenwirkungen, die nach den vordefinierten Häufigkeitskategorien „häufig" und „gelegentlich" auftreten können, werden im Rahmen der Zulassungsstudien erfasst, da der Impfstoff bereits an mindestens 10.000 Personen getestet wurde. Von Nebenwirkungen zu unterscheiden sind Impfreaktionen. Impfreaktionen sind Erscheinungen, welche die Wirkung der Impfung begleiten können und Ausdruck der - erwünschten - Abwehrreaktion des Immunsystems sind. Sie sind nicht gefährlich, können aber unangenehm sein und zeigen sich zumeist an der Impfstelle als Rötung, Schwellung oder Schmerzen unterschiedlicher Ausprägung. Auch systemische Impfreaktionen sind möglich und umfassen eine breite Palette an Empfindungen wie zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Fieber, allgemeines „grippiges" Gefühl und andere. Dabei handelt es sich um keine unerwarteten oder potenziell gefährlichen Nebenwirkungen, sondern um ein Zeichen der normalen Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff, die zu einer Schutzwirkung führt. Impfreaktionen klingen üblicherweise in wenigen Stunden oder Tagen folgenlos ab.

Wie gehe ich beim Auftreten von Nebenwirkungen vor?

Personen, die im Senioren- bzw. Pflegeheim oder im Krankenhaus ihre Corona-Impfung erhalten haben, wenden sich an die Ärztinnen und Ärzte oder das Pflegepersonal der jeweiligen Einrichtung. Personen, die ihre Corona-Impfung ambulant, also in einer Impfstelle oder bei einem niedergelassenen Arzt erhalten haben, wenden sich diesbezüglich an den Hausarzt oder an eine Spitalsambulanz. Für die möglichst genaue Erfassung aller nach den Impfungen aufgetretenen Nebenwirkungen ist impfendes Gesundheitspersonal gesetzlich verpflichtet, alle derartigen Symptome zu melden. Geimpfte Personen bzw. deren Angehörige sollten diese ebenfalls melden. Meldungen sind elektronisch oder schriftlich an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG), Traisengasse 5, 1200 Wien zu übermitteln oder die Telefonnummer 0800 555 621 zu kontaktierten. Mehr Infos dazu: Externe Verknüpfung www.basg.gv.at/pharmakovigilanz/meldung-von-nebenwirkungen/

Wer übernimmt die Verantwortung und die Haftung für Impfschäden?

Für Gesundheitsschädigungen, die mit Impfungen in Zusammenhang gebracht werden, besteht das Impfschadengesetz. Danach bezahlt die Republik Österreich für Schäden, die durch Impfungen verursacht worden sind, die zur Abwehr einer Gefahr für den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung im Interesse der Volksgesundheit empfohlen sind. Diese Impfungen sind in einer eigenen Verordnung festgelegt. Die Impfung gegen Covid19 wurde bereits in die entsprechende Verordnung aufgenommen.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Die Bundes-Hotline 0800 555 621 steht rund um die Uhr für Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe zur Verfügung. Weitere Details zu der Corona-Schutzimpfung finden sich unter Externe Verknüpfung https://www.sozialministerium.at/Corona-Schutzimpfung.html.

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