Mögliche Einschränkungen, Nebenwirkungen & weitere Informationen

Bei Personen, bei denen eine Infektion durch PCR oder neutralisierende Antikörper gegen SARS-CoV-2 gesichert wurde, ist die erste Impfung vier Wochen nach Genesung und die zweite drei Wochen danach, empfohlen. 

Genesene, die eine Impfung erhalten haben, sollen vier Wochen nach der Impfung eine weitere Impfung erhalten.

Kommt es nach den ersten beiden Impfungen zu einem Impfdurchbruch (symptomatische SARS-CoV-2 Infektion) oder einer asymptomatischen Infektion, dann wird eine dritten Impfung vier bis sechs Monate nach der zweiten Impfung empfohlen. Kommt es nach der dritten Impfung zur Infektion, soll die Auffrischungsimpfung vier bis sechs Monate nach der dritten Impfung erhalten werden.

Einen Überblick, wie sich die Fristen nach einer Infektion verschieben, finden Sie  hier.

Bei bekannten Allergien, wie beispielsweise gegen Aeroallergene wie Pollen oder Hausstaubmilben, kann und soll gegen Corona geimpft werden. Im Aufklärungsgespräch mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt werden etwaige Allergien besprochen. Falls verfügbar, sollen darum Allergie-Pässe zum Impftermin mitgebracht werden, da sie Informationen zu möglichen Allergenen enthalten. Allergikerinnen bzw. Allergiker sind dazu angehalten, nach der Corona-Schutzimpfung jedenfalls 30 Minuten bei der Impfstelle unter ärztlicher Aufsicht zu warten.

Wenn nach einer Impfung bereits einmal ein allergischer Schock (Anaphylaxie) aufgetreten ist, ist dies der Ärztin bzw. dem Arzt vor der Corona-Schutzimpfung unbedingt mitzuteilen.

Wenn eine Allergie gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes besteht, darf die jeweilige Corona-Schutzimpfung nicht verabreicht werden.

Bei schwerwiegend immungeschwächten bzw. stark immunsupprimierten Personen können beide mRNA-Impfstoffe für alle zugelassenen Altersgruppen eingesetzt werden. Bei schwerwiegend immungeschwächten bzw. stark immunsupprimierten Personen Personen, bei denen ein erhöhtes Infektions-/Erkrankungsrisiko und ein hohes Risiko für schwere Corona-Verläufe besteht (z.B. Erkrankung, die mit einer vorrübergehenden, therapeutisch induzierten oder dauerhaften und relevanten Immunsuppression einhergeht wie Transplantierte, Personen unter Biologika-Therapie und onkologische und hämatologische Patientinnen und Patienten), wird grundsätzlich ein Drei-Dosen-Impfschema, empfohlen.

Bitte legen Sie das für Sie beste Vorgehen mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt fest.

Nebenwirkungen, die nach den vordefinierten Häufigkeitskategorien „häufig" und „gelegentlich" auftreten können, werden im Rahmen der Zulassungsstudien erfasst. Von Nebenwirkungen zu unterscheiden sind Impfreaktionen. Impfreaktionen sind Erscheinungen, welche die Wirkung der Impfung begleiten können und Ausdruck der - erwünschten - Abwehrreaktion des Immunsystems sind. Sie sind nicht gefährlich, können aber unangenehm sein und zeigen sich zumeist an der Impfstelle als Rötung, Schwellung oder Schmerzen unterschiedlicher Ausprägung.

Auch systemische Impfreaktionen sind möglich und umfassen eine breite Palette an Empfindungen wie zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Fieber, allgemeines „grippiges" Gefühl und andere. Dabei handelt es sich um keine unerwarteten oder potenziell gefährlichen Nebenwirkungen, sondern um ein Zeichen der normalen Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff, die zu einer Schutzwirkung führt. Impfreaktionen klingen üblicherweise in wenigen Stunden oder Tagen folgenlos ab.

Personen, die im Senioren- bzw. Pflegeheim oder im Krankenhaus ihre Corona-Impfung erhalten haben, wenden sich an die Ärztinnen und Ärzte oder das Pflegepersonal der jeweiligen Einrichtung. Personen, die ihre Corona-Impfung ambulant, also in einer Impfstelle oder bei einem niedergelassenen Arzt erhalten haben, wenden sich diesbezüglich an den Hausarzt oder an eine Spitalsambulanz.

Für die möglichst genaue Erfassung aller nach den Impfungen aufgetretenen Nebenwirkungen ist impfendes Gesundheitspersonal gesetzlich verpflichtet, alle derartigen Symptome zu melden. Geimpfte Personen bzw. deren Angehörige sollten diese ebenfalls melden.

Meldungen sind elektronisch oder schriftlich an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG), Traisengasse 5, 1200 Wien zu übermitteln oder die Telefonnummer 0800 555 621 zu kontaktierten. Mehr Infos dazu:  www.basg.gv.at/pharmakovigilanz/meldung-von-nebenwirkungen/

Für Gesundheitsschädigungen, die mit Impfungen in Zusammenhang gebracht werden, besteht das Impfschadengesetz. Danach bezahlt die Republik Österreich für Schäden, die durch Impfungen verursacht worden sind, die zur Abwehr einer Gefahr für den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung im Interesse der Volksgesundheit empfohlen sind. Diese Impfungen sind in einer eigenen Verordnung festgelegt. Die Corona-Schutzimpfung wurde bereits in die entsprechende Verordnung aufgenommen.

Die Bundes-Hotline 0800 555 621 steht rund um die Uhr für Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe zur Verfügung. Weitere Details zur Corona-Schutzimpfung finden sich unter  https://www.sozialministerium.at/Corona-Schutzimpfung.html.

Hinsichtlich einer optional möglichen Therapie gemäß der medizinischen Vorgaben (strenge Indikation) wenden Sie sich in der Frühphase einer Corona-Infektion an den Arzt Ihres Vertrauens.

Informationen betreffend Corona-Therapeutika finden Sie  hier sowie  hier.

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