Faktencheck zur Corona-Schutzimpfung

Die größte weltweite Gesundheitskrise seit vielen Jahrzehnten hat uns weiterhin erfasst - der beste Schutz gegen das Coronavirus ist die Impfung.

Transparente und medizinisch fundierte Information über die Impfung ist sehr wichtig. Leider kursieren auf den unterschiedlichsten Kanälen viele Gerüchte und Fake News rund um die Impfung. Nachstehende Informationen geben einen guten Überblick über die wesentlichsten Fragen und Antworten. Nur durch gesicherte Informationen können kursierende Falschmeldungen über die Corona-Schutzimpfung auf wissenschaftlicher Basis entkräftet und in das Reich der Mythen verwiesen werden.

Weitere wertvolle Informationen finden Sie unter  https://info.gesundheitsministerium.gv.at/.

Faktencheck

Die Corona-Pandemie greift weiterhin tief in das Leben von Kindern und Jugendlichen ein. Ihre Lebensqualität und psychische Gesundheit leiden unter den Einschränkungen.

Studien bestätigen:

• Psychische Beschwerden, Verhaltensauffälligkeiten, Stress und Ängste haben durch die Pandemie bei Kindern und Jugendlichen stark zugenommen.

• Kinder und Jugendliche werden in ihrer kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung beeinträchtigt.

• Immer häufiger treten Symptome wie Übergewicht durch Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung, Schlafstörungen und Kopfschmerzen auf.

 

Warum es wichtig ist, Ihr Kind impfen zu lassen!

Die Omikron-Variante ist ansteckender als bisherige Varianten. Die Impfung schützt Kinder ab 5 Jahren gegen COVID-19.

• Im Vergleich zu anderen Kinderkrankheiten, kommt COVID-19 derzeit deutlich häufiger vor. Kindergarten- und Schulkinder haben ein erhöhtes Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

• Kinder mit Vorerkrankungen (z. B. Asthma, starkes Übergewicht) sind besonders gefährdet.

• Die Impfung wird für Kinder ab 5 Jahren allgemein empfohlen. Für Kinder von 5 bis 11 Jahren gibt es einen eigenen Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer.

• Kinder bekommen für einen ersten Impfschutz zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen. Für Kinder und Jugendliche wird auch eine dritte Impfung ab 6 Monaten nach der zweiten Impfung zum Abschluss der Grundimmunisierung von den Expertinnen und Experten empfohlen.

 

Die Sicherheit Ihres Kindes steht an erster Stelle!

Streng kontrollierte Studien haben die Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Schutzimpfung für Kinder bestätigt. Die Impfung schützt vor:

• der Erkrankung COVID-19 und vor

• Spätfolgen von COVID-19 (z.B. Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen), die auch nach milden oder asymptomatischen Verläufen auftreten können.

• Nach der Impfung soll man sich drei Tage schonen und für eine Woche auf Sport verzichten.

• Wie bei anderen Impfungen auch, können Impfreaktionen wie z.B. Rötung oder Verhärtung an der Stelle der Impfung, Kopfschmerz, Müdigkeit oder Fieber auftreten, die gewöhnlich innerhalb weniger Tage von selbst wieder abklingen.

3. Impfung
3. Impfung© ÖsterreichImpft

Faktencheck:

Von den Expertinnen und Experten des Nationalen Impfgremiums (NIG) werden für einen bestmöglichen und langfristigen Impfschutz insgesamt 3 Impfungen für alle ab 5 Jahren empfohlen: 2 Impfungen für die erste Impfserie plus einer weiteren Impfung nach 6 Monate. Diese drei Impfungen sind aus immunologischer Sicht als Grundimmunisierung anzusehen.

Die aktuellen Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums finden Sie  hier zum Download.

Faktencheck

Für Paare mit Kinderwunsch, Schwangere und Stillende ist es besonders wichtig, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Die Impfung der Eltern schützt auch Kinder vor einer Ansteckung. Alle EU-weit zugelassenen COVID-19-Impfstoffe

• sind sicher und wirksam

• und wurden umfangreich getestet, auch an Menschen mit Kinderwunsch. Das Nationale Impfgremium empfiehlt Schwangeren, Stillenden und Menschen mit Kinderwunsch die Corona-Schutzimpfung,

• weil sie ein umfassender Schutz für Eltern und Kind ist

• und weil sie vor schweren Krankheitsverläufen, Todesfällen und Langzeitfolgen schützt.

 

Wissenschaftliche Studien belegen:

• Die Impfung vermindert nicht die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen. Sie macht Männer auch nicht impotent.

• Die Corona-Schutzimpfung schädigt weder das Erbgut noch Eizellen oder Spermien.

• Die Corona-Schutzimpfung hat keinen Einfluss auf die Bildung der Plazenta.

 

Daten zeigen, dass es bei Schwangeren, die an COVID-19 erkrankt sind, öfter zu schweren Komplikationen kommt als bei geimpften Erkrankten.

 

Die Impfung schützt Sie und Ihr Kind.

• Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe von COVID-19.

• Schwangere, die an COVID-19 erkranken, müssen häufiger intensivmedizinisch behandelt werden als nicht schwangere Frauen.

• Bei an COVID-19 erkrankten Schwangeren treten häufiger Frühgeburten auf.

 

Wissenschaftlich belegt ist auch: Die Impfung hat keine negativen Auswirkungen auf das ungeborene Kind. Nicht der Impfstoff, sondern die schützenden Antikörper der Mutter werden an das Kind weitergegeben - vor der Geburt und in der Stillzeit.

Die Impfempfehlungen zur 3. Impfung gelten auch wenn Sie schwanger sind, stillen oder einen Kinderwunsch haben. Das Nationale Impfgremium empfiehlt:

• Schwangere sollen sich in Abhängigkeit vom Impfstatus im 2. oder 3. Schwangerschaftsdrittel bevorzugt mit Comirnaty von BioNTech/Pfizer impfen lassen (möglich ist auch Spikevax von Moderna ab einem Alter von 30 Jahren)

• Vor allem die eigene Familie und das nahe Umfeld von Schwangeren sollen sich impfen lassen.

Schluss mit Mythen
Schluss mit Mythen© ÖsterreichImpft

Faktencheck

• Ein starkes Immunsystem ist keine Garantie für einen milden Krankheitsverlauf.

• Auch gesunde und junge Menschen können schwer an COVID-19 erkranken.

• Kein Immunsystem ist auf das neuartige Coronavirus vorbereitet. Schützende Antikörper bilden sich erst bei Kontakt mit dem Virus oder durch die Impfung.

• Erst durch die Impfung ist der Körper auf den unbekannten Erreger vorbereitet. Für einen optimalen Schutz gegen die Omikron-Variante sind insgesamt 3 Impfungen notwendig.

 

Wichtig zu wissen:

•  Noch nie zuvor wurde international so intensiv an der Entwicklung von Impfstoffen geforscht.

• Alle EU-weit zugelassenen COVID-19-Impfstoffe mussten wie andere Impfstoffe auch streng kontrollierte Tests durchlaufen.

• Um Zeit zu sparen, wurden die Zulassungsstudien parallel durchgeführt.

• Die COVID-19-Impfstoffe wurden im Vergleich zu anderen Impfstoffen mit viel mehr StudienteilnehmerInnen geprüft.

• Auch nach der Zulassung werden Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung laufend überwacht.

 

„Was geht mich das an?"

• Ist man selbst geimpft, steckt man auch andere weniger an.

• Erkranken weniger Menschen schwer an COVID-19, müssen andere notwendige Behandlungen im Spital nicht mehr verschoben werden.

• Je mehr Menschen geimpft sind, desto besser kommen wir durch die Pandemie. Jede Impfung zählt!

• Auch wenn sich Geimpfte infizieren, sind sie deutlich besser vor einem schweren Verlauf geschützt als Ungeimpfte.

Faktencheck

•  Forschungen zur mRNA-Technologie gibt es bereits seit den 1990er Jahren. Die Entwicklung von Vektorimpfstoffen startete bereits in den 1970er Jahren. Für die Entwicklung der COVID-19-Impfstoffe konnte man auf dieses Wissen aufbauen. Noch nie zuvor wurde international so intensiv an der Entwicklung von Impfstoffen geforscht.

• Alle EU-weit zugelassenen COVID-19-Impfstoffe mussten wie andere Impfstoffe auch streng kontrollierte Tests durchlaufen.

• Um Zeit zu sparen, wurden die Zulassungsstudien parallel durchgeführt.

• Die COVID-19-Impfstoffe wurden im Vergleich zu anderen Impfstoffen mit viel mehr StudienteilnehmerInnen geprüft.

• Auch nach der Zulassung werden Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung laufend überwacht.

 

Wie funktionieren mRNA- und Vektorimpfstoffe?

Bei mRNA- und Vektorimpfstoffen erhält der Körper den Bauplan für das Spike-Protein des Coronavirus und produziert es daraufhin selbst. Das Immunsystem reagiert und bildet schützende Antikörper.

• mRNA-Impfstoffe: - Comirnaty von BioNTech/Pfizer - Spikevax von Moderna

• Vektorimpfstoffe: - Vaxzevria von AstraZeneca - COVID-19 Vaccine Janssen ("Johnson&Johnson")

• Die mRNA ("messenger-RNA") bzw. das Vektorvirus werden nach kurzer Zeit abgebaut und das Spike-Protein nicht weiter produziert. Weder mRNAnoch Vektorimpfstoffe haben einen Einfluss auf das menschliche Erbgut, die DNA!

 

Was sind proteinbasierte Impfstoffe?

Der Impfstoff Nuvaxovid von Novavax ist ein proteinbasierter Impfstoff, der direkt die Proteinbestandteile enthält, gegen die das Immunsystem Antikörper bildet.

• Der Impfstoff Nuvaxovid von Novavax ist ab 18 Jahren EU-weit zugelassen.

• Ähnliche Wirkprinzipien werden bereits bei anderen zugelassenen Impfstoffen angewendet, wie beispielsweise bei Impfstoffen gegen Meningokokken B oder Influenza.

• Nuvaxovid beruht auf der „klassischen" Impfstofftechnologie und kann vor allem für jene Menschen eine Alternative sein, die sich nicht mit mRNA- oder Vektorimpfstoffen impfen lassen möchten.

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