Die Steiermark impft

Großer Fortschritt bei der Corona-Schutzimpfung in der Steiermark

Bereits 300.000 erste Dosen verimpft, über 500.000 Anmeldungen erfolgt und Impfstofflieferungen schreiten voran

Graz, am 30. April 2021. - Beim bereits zehnten Impf-Update des Landes Steiermark stand neben Michael Koren, Impfkoordinator des Landes, Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig und Harald Eitner, Verantwortlicher für die Impfstraßen, auch der Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde Hans Jürgen Dornbusch für Fragen zur Verfügung. In seinen Ausführungen informierte der Impfreferent in der Österreichischen Ärztekammer über die neuesten Entwicklungen bei der Impfung für Kinder und Jugendliche. 

Michael Koren, Impfkoordinator des Landes, konnte erfreulicherweise berichten, dass mit dem heutigen Tag bereits 300.000 Menschen in der Steiermark die erste Impfdosis erhalten haben und in den nächsten Wochen sehr viel Impfstoff erwartet wird. Konkret wird nächste Woche ein Kontingent von 54.800 Impfstoffen geliefert. Damit sollen Menschen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Personen in Gesundheitsberufen geimpft werden. „Erfreulicherweise ist es uns auch gemeinsam mit der Marienambulanz gelungen, dass wir Ende nächster Woche Obdachlose mit dem nur einmal zu verabreichenden Impfstoff Johnson&Johnson immunisieren können", unterstrich Koren und ergänzte, dass mit dem Impfstoff Johnson&Johnson in der Kalenderwoche 19 nun auch die 24-Stunden-Betreuerinnen und -Betreuer sowie auch Menschen, die nur zu Hause geimpft werden können, immunisiert werden könnten. Koren: „Ein großes Dankeschön an die 110 Ärztinnen und Ärzte, die sich für diesen mobilen Impfeinsatz gemeldet haben!" In der Kalenderwoche 19 seien auch noch die restlichen Impfwilligen im Bereich des Bildungspersonals an der Reihe. In der Kalenderwoche 20 sei außerdem eine Lieferung von 35.000 Dosen AstraZeneca zugesagt, die nur für die Zweitimpfungen verwendet wird. Es werden auch erste Kooperationen mit der Wirtschaft umgesetzt: Konkret sollen Menschen, die beruflich viel im Ausland tätig sind, zum Beispiel auf Montage sind, geimpft werden. Dafür stehen im ersten Schritt 7000 Dosen zur Verfügung und der Rest geht an die entsprechenden Altersgruppen. In der Kalenderwoche 20 sollen 60.000 Impfungen erfolgen. Eine gute Nachricht hatte Koren für alle impfwilligen Schwangeren: „Das nationale Impfgremium hat empfohlen, dass auch Schwangere impfen lassen. Das neue Registrierungsformular ist schon online. Bei der Anmeldung findet sich die Frage „schwanger" im Bereich der Risikofragen. Diese wird allerdings nur angezeigt, wenn das Geschlecht „weiblich" ausgewählt wurde."

Generell nimmt das Impftempo Fahrt auf: In den nächsten drei Wochen stehen 152.300 Impftermine zur Verfügung, davon sind alleine in der Kalenderwoche 20 an die 60.000 Impfungen geplant. Zum Vergleich dazu: In den letzten drei Wochen wurden 131.590 Impftermine vergeben.

Über die Registrierungsplattform des Landes würden täglich weiterhin viele tausende Anmeldungen vorgenommen, wie Wolfgang Wlattnig erklärte: „Im Laufe des heutigen Tages werden wir die 500.000-Marke überspringen, derzeit stehen wir bei über 498.000 Anmeldungen und alleine gestern haben wir über 10.000 Anmeldungen verzeichnet. Das bedeutet, dass in der Steiermark aktuell rund 57 Prozent der impffähigen Bevölkerung schon zur Impfung angemeldet beziehungsweise geimpft ist, wenn man die 70.000 Personen mitrechnet, die außerhalb der Anmeldeplattform geimpft wurde wie das gesamte medizinische Personal, die Senioren und Altenpflegeheime, Apotheken, Rettungswesen etc. In den kommenden drei Wochen werden insgesamt 151.200 Impftermine vergeben, rund 60.000 dieser Termine werden für die Kalenderwoche 20 vereinbart." Mit dem steirischen Modell der dualen Impfstrategie, bei dem Impfungen sowohl auf den Impfstraßen des Landes wie auch bei niedergelassen Ärzten erfolgen können, habe man ein faires, sicheres und berechenbares System geschaffen, ist Wlattnig überzeugt. „Wir vergeben in der Steiermark ausschließlich Termine für die gesicherter Impfstoff zur Verfügung steht, womit wir gewährleisten, dass auch der Termin für die zweite Impfung für alle Steirerinnen und Steirer hält. Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird, an all jene, die es wollen, in der Steiermark bis Schulende, womöglich schon bis Ende Juni zumindest die erste Dosis zu verimpfen."

Einen Überblick über das Geschehen an den steirischen Impfstraßen gab Harald Eitner, der für die diesbezügliche Koordination verantwortlich zeichnet. „Wir haben in dieser Woche 21.800 Impfungen an den steirischen Impfstraßen geplant. Darunter waren am Montag und Dienstag rund 7000 Impfungen mit dem Impfstoff Astra Zeneca, wobei die diesbezügliche Verweigerungsquote bei rund 19 Prozent lag. Der so freigewordene Impfstoff wurde und wird weiterhin an Mitglieder der steirischen Feuerwehren verimpft." Zudem, so Eitner, seien an den Impfstraßen seit Mittwoch über 10.000 Dosen des Impfstoffes Biontech/Pfizer verimpft worden, heute würden rund 4.500 Impfungen mit Moderna stattfinden. Für die kommende Woche seien 18.335 Impfungen geplant. „Dabei beginnen wir auch schon, die Jahrgänge 1960 - 1969 zu impfen. Damit ist der Impffortschritt in der Steiermark gut dokumentiert und sichtbar," so Eitner abschließend.

Der Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde Hans Jürgen Dornbusch erläuterte: „Alle Hersteller von Covid19-Impfstoffen entwickeln ihre Impfstoffe weiter, damit so schnell wie möglich auch Kinder- und Jugendliche immunisiert werden können. Es wird zu einer baldigen Einreichung des Impfstoffes der Firma Pfizer für die Altersgruppe der 12- bis 15-jährigen kommen. Bei einer Studie mit 2.260 Jugendlichen wurde eine 100-prozentige Effizienz festgestellt, die Immunreaktion war ebenso sehr hoch. Möglicherweise steht der Impfstoff für diese Altersgruppe bereits im Juli zur Verfügung, bei den kleineren Kindern wird es sicher noch etwas länger dauern", unterstreicht der Impfexperte. Warum Kinder überhaupt geimpft werden sollen, erklärt Dornbusch: „Auch Kinder können, selten aber doch, schwer durch eine Coronainfektion erkranken. Weiters gibt es auch bei Kindern und Jugendlichen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Übergewicht. Dadurch sind auch junge Menschen gefährdet, einen schweren Verlauf bei einer Infektion zu haben. Weiters sind sie auch Infektionsquelle für ältere Menschen. Das hat man vor allem seit der Öffnung der Schulen gesehen." Weiters erwähnte der Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde die Folgen der sozialen Entfernung durch das "Distance Learning", das junge Menschen enorm belasten würde. Keinesfalls außer Acht lassen dürfe man auch, dass durch die Impfung von Kindern und Jugendlichen die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung steige. Und die sei wichtig, da dadurch der Entwicklung neuer Varianten entgegengewirkt werden könne.

Das 10. Impf-Update kann als Externe Verknüpfung Video hier nachgesehen werden.

Graz, am 30. April 2021

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